Wohnen

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Allgemeines

Fragen:

01. Wie wohnen die Leute in der Schweiz?

In der Schweiz leben zwei Drittel der Bevölkerung in einer Mietwohnung. Die Wohnung gehört der Vermieterin oder dem Vermieter, die er oder sie aber selbst nicht bewohnt. Die Menschen, welche die Wohnung benutzen, bezeichnet man als Mieterinnen und Mieter. Sie mieten die Wohnung und bezahlen dafür einen Mietzins, in der Regel monatlich. Viele Vermieterinnen und Vermieter übergeben ihre Aufgaben an eine Liegenschaftsverwaltung. Diese ist die Kontaktstelle für die Mieterinnen und Mieter und ist verantwortlich für ihre Anliegen.

Nur ein Drittel der Wohnbevölkerung lebt in einer Eigentumswohnung oder einem eigenen Haus. Dies liegt daran, dass Wohnungen und Häuser in der Schweiz sehr teuer sind.

Hier finden Sie das Infoblatt «Wohnen in der  Schweiz» in 15 Sprachen.

Viele nützliche Tipps zum Thema Wohnen finden Sie auch hier.

02. Wie finde ich eine Wohnung?

Es gibt verschiedene Wege eine neue Wohnung zu suchen. Hier einige wichtige Plattformen:

  • Internet: Auf Immobilienportalen wie Immoscout24, Homegate und Newhome sind freie Wohnungen ausgeschrieben.
  • Verwaltungen: Sie können bei Baugenossenschaften und Liegenschaftsverwaltungen ein Anmeldeformular verlangen.
  • Zeitungen: Freie Wohnungen sind auch in Tageszeitungen, Gemeindeanzeigern oder Quartierzeitungen ausgeschrieben.
  • Gratisinserate: In Einkaufs- und Gemeindezentren, Quartierläden, Restaurants, Schulen oder Spitälern gibt es auch Inseratetafeln. Sie können dort gratis eine Annonce aufhängen oder nach Angeboten suchen.
  • Bekanntenkreis: Informieren Sie sich bei Ihren Verwandten, Freunden oder Mitarbeitenden. Sie erhalten so möglicherweise wertvolle Tipps. Es werden längst nicht alle freien Wohnungen ausgeschrieben.

03. Wie bewerbe ich mich für eine Wohnung?

Wer sich erfolgreich für eine Wohnung bewerben will, sollte sich gut vorbereiten und einige wichtige Punkte beachten:

Wohnungsbesichtigung: In der Schweiz ist es üblich, einen Termin zur Wohnungsbesichtigung zu vereinbaren. Erscheinen Sie pünktlich und machen Sie einen seriösen und freundlichen Eindruck.

Unterlagen: Für die Bewerbung müssen Sie verschiedene Unterlagen einreichen:

  • Anmeldeformular: Füllen Sie das Formular sauber, klar und vollständig aus. Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie dabei Schwierigkeiten haben.
  • Beilagen: Auf dem Anmeldeformular ist aufgeführt, welche Dokumente Sie zusätzlich einreichen müssen. Dazu können Ausländerausweis, Betreibungsauszug (erhalten Sie beim Betreibungsamt Ihres Wohnorts), Lohn- oder Arbeitslosengeld-Abrechnung, IV- oder AHV-Verfügung und schriftliche Mietzinsgarantie gehören.
  • Begleitbrief: Ihre Chancen erhöhen sich, wenn Sie einen persönlichen Brief beilegen. Stellen Sie sich darin kurz vor und begründen Sie, weshalb Sie an der Wohnung interessiert sind. Auch hier können Ihnen andere Personen bei Schwierigkeiten weiterhelfen.

Referenzpersonen: Geben Sie wenn immer möglich Referenzpersonen an, die eine gute Auskunft über Sie geben. Zum Beispiel kann dies Ihre Arbeitgeberin oder Ihr bisheriger Vermieter sein.

04. Wie bereite ich den Umzug in eine neue Wohnung vor?

Falls Sie die Wohngemeinde wechseln, müssen Sie sich bei der alten Wohngemeinde abmelden und bei der neuen anmelden. Dies können Sie meist online tun. Informationen dazu finden Sie hier.

Migrantinnen und Migranten aus einem Drittstaat mit einer Aufenthaltsbewilligung sollten sich frühzeitig bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde oder bei der kantonalen Migrationsbehörde informieren. Häufig müssen insbesondere bei einem Kantonswechsel zusätzliche Schritte unternommen werden (zum Beispiel eine neue Aufenthaltsbewilligung).

Hilfreiche Checklisten zum Thema Umzug finden Sie hier.

05. Wo kann ich mich zum Thema Wohnung beraten lassen?

Es gibt in der Schweiz mehrere Organisationen, die sich mit dem Wohnungswesen befassen. Eine davon ist der Mieterinnen- und Mieterverband. Er setzt sich für die Interessen und Rechte von Mietenden ein und berät seine Mitgliederinnen und Mitglieder.

Den Kontakt für den Mieterinnen- und Mieterverband im Kanton Obwalden finden Sie hier.

06. Was gibt es für Wohnmöglichkeiten im Alter oder bei einer Beeinträchtigung?

Es gibt verschiedene Unterstützungsangebote, so dass Sie so lange wie möglich zu Hause bleiben können:  

  • Die Spitex bietet Krankenpflege an, begleitet und unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen (psychiatrische Pflege) und Demenz (Demenzpflege), versorgt Wunden (Wundpflege) und unterstützt im Haushalt (Hauswirtschaft). 
  • Bei der Pro Senectute finden Sie Informationen und Beratungen bei Fragen rund um das Älterwerden (Finanzen, Gesundheit, Wohnen, Recht und Vorsorge, Lebensgestaltung). Dort finden Sie auch Hilfe im Alltag wie Mahlzeitendienste, Steuererklärungsdienste oder ein Fachgeschäft für Hilfsmittel.  
  • Für eine begrenzte Zeit oder Tagesaufenthalte bieten einige Alters- und Pflegeheime Ferienzimmer an. Fragen Sie dafür direkt bei der Einrichtung nach. Hier finden Sie die Kontaktdaten.
  • Die Stiftung Rütimattli umfasst verschiedene Schul-, Therapie- und Wohnangebote für Personen mit einer Beeinträchtigung aller Altersstufen.

Wenn Hilfe zuhause jedoch nicht mehr genügt und Sie rund um die Uhr Unterstützung benötigen, bieten Alters- und Pflegeheime einen Ort zum Leben. In welchem Sie wohnen werden, hängt vom Ort ab, wo Sie wohnen. Die Pro Senectute, Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt beraten Sie bei Fragen. 

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