Schweiz
Allgemeines
Fragen:
01: Wie ist die Schweiz aufgebaut und wie viele Personen leben hier?

Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen und 2121 Gemeinden. Die Schweiz hat 5 Nachbarländer (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Fürstentum Lichtenstein) und ist nicht Teil der EU. Mehr zum politischen System der Schweiz erfahren Sie hier.
Die Abkürzung der Schweiz ist CH, was für Confederation Helvetica steht.
Im Jahr 2024 lebten 9 Millionen Menschen in der Schweiz. Etwa 40% der ständigen Wohnbevölkerung hat dabei einen Migrationshintergrund. Weitere Informationen zur Bevölkerung in der Schweiz finden Sie hier.
02. Mit welcher Währung zahlen die Menschen in der Schweiz?
Die Landeswährung der Schweiz ist der Schweizer Franken (CHF). Obwohl Bargeld in der Schweiz noch relativ verbreitet ist, wird immer mehr mit Debit- oder Kreditkarte bezahlt. Die App «Twint» ist in der Schweiz ebenfalls weit verbreitet. Um Twint nutzen zu können, benötigen Sie ein Schweizer Bankkonto.
Mehr Informationen zu öffentlichen Zahlungsmitteln finden Sie hier.
03. Welche Religionen gibt es in der Schweiz?

Das Christentum ist die am weitesten verbreitete Religion im Land, vor allem vertreten durch die römisch-katholische und die protestantische Kirche. In den einzelnen Kantonen dominiert jeweils eine der beiden Konfessionen.
In der Schweiz werden aber auch andere Religionen praktiziert wie zum Beispiel der Islam, das Judentum, der Hinduismus oder der Buddhismus. Ausserdem gibt es viele Menschen, die keiner Konfession angehören.
In der Schweiz sind Kirche und Staat getrennt. Das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Kulturfreiheit ist in der Bundesverfassung fest verankert. Jeder Mensch hat also das Recht, frei zu entscheiden, ob er oder sie gläubig sein möchte und welche Religion er oder sie praktizieren will. Man darf also seine Überzeugungen frei äussern auch den Glauben oder die Religion wechseln. Das gilt für Einzelpersonen genauso wie für Glaubensgemeinschaften.
04. Welche Umgangsformen sind in der Schweiz verbreitet?

In der Schweiz gibt es gängige Verhaltensregeln und Umgangsformen, die sich je nach Region stark unterscheiden können. Sie zu kennen, erleichtert das Zusammenleben in der Gesellschaft. Hier ein paar davon:
- Pünktlichkeit: In der Schweiz wird viel Wert darauf gelegt, bei Treffen pünktlich zu sein. Dies gilt in der Berufswelt, bei verbindlichen Terminen und bei privaten Anlässen.
- Begegnung: Insbesondere in kleinen Gemeinden ist es üblich, sich auf der Strasse zu grüssen, auch wenn man die Person nicht kennt. Viele sagen dann «Grüezi». In Städten kommt dies nur sehr selten vor.
- Begrüssung: In der Schweiz reichen sich die meisten Menschen zur Begrüssung die rechte Hand. Es gilt dabei als höflich, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen. Unter Freunden gibt es ganz verschiedene Begrüssungsformen, die stark variieren können.
- Besuch: Die meisten Schweizerinnen und Schweizer mögen keine spontanen Besuche bei sich zu Hause. Vor dem Betreten der Wohnung ist es zudem üblich, sich zu erkundigen, ob man die Schuhe ausziehen soll.
- Bei Tisch: Bevor man gemeinsam mit dem Essen beginnt, wünscht man sich einen guten Appetit. Wird Wein getrunken, hebt man am Anfang das Glas. Man schaut sich dabei in die Augen, stösst die Gläser aneinander und sagt «Prost» oder «zum Wohl».
- Einladung: Viele Personen bringen ein kleines Geschenk mit, wenn sie bei jemandem zum Essen eingeladen sind. Das können eine Flasche Wein, Schokolade oder Blumen sein.
05. Sind Mann und Frau in der Schweiz gleichgestellt?

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist ein wichtiges Grundrecht der Rechtsgleichheit.
Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist seit 1981 in Art. 8 Abs. 3 der Schweizer Bundesverfassung verankert:
„Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“
Das Gleichstellungsgesetz (GIG) ermöglicht es Frauen und Männern, sich gegen direkte und indirekte Diskriminierungen zu wehren – in der Familie, im Erwerbsleben oder bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
06. Wie ist die Schweiz entstanden?

Im Jahr 1291 wurde die Schweizer Eidgenossenschaft mit den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden gegründet. Nach und nach kamen immer mehr Städte und Kantone hinzu. Die gesamte Schweizer Geschichte wurde stark durch die Reformation und die Kriege in Europa geprägt. Hier finden Sie einen kurzen Überblick.
