Berufswahl

Wer bei der Berufswahl helfen kann, wie Jugendliche eine Lehrstelle finden und wie sie sich nach der Lehre weiterbilden können – dies und noch viel mehr erfahren Sie hier.

Fragen:

01. Wo kann ich mich zu Berufslehren informieren?

Nach der obligatorischen Schulzeit besteht in der Schweiz die Möglichkeit eine Berufslehre zu absolvieren.
Weitere Informationen (auch in englischer Sprache) zum Thema Lehre und Lehrstellen für Jugendliche finden Sie hier.

Das BIZ (Bildungsinformationszentrum – BIZ Kanton Obwalden) stellt jegliche Informationen zum Thema Berufswahl zur Verfügung.
Einige BIZ organisieren auch Berufsinformationsveranstaltungen, an denen die Berufswelt vorgestellt wird.

Wer einen Beruf in die engere Wahl nimmt, sich aber noch nicht entscheiden kann, hat die Möglichkeit, eine Schnupperlehre zu absolvieren. Sie wird von Lehrbetrieben angeboten und dauert in der Regel zwischen einem und fünf Tagen. Die Jugendlichen lernen so den Lehrbetrieb kennen und erhalten einen guten Einblick in den Berufsalltag. Der Lehrbetrieb wiederum kann beurteilen, ob sich jemand für den gewünschten Beruf eignet.

02. Wie findet mein Kind eine Lehrstelle?

Die Jugendlichen müssen sich zunächst informieren, wo Lehrstellen angeboten werden. Man findet sie unter anderem im Internet (z.B. hier), auf Websites von Unternehmen oder in Tageszeitungen.

Es kann hilfreich sein, zu Beginn persönlichen oder telefonischen Kontakt mit dem Lehrbetrieb aufzunehmen. Dann folgt eine schriftliche Bewerbung. Lehrkräfte und Berufsberatungen zeigen den Jugendlichen, wie man eine Bewerbung schreibt und welche Unterlagen beizulegen sind. Auch die Eltern sollten ihr Kind dabei so gut wie möglich unterstützen. Tipps gibt es auch im Internet.

Fast alle Jugendlichen – selbst bei guten Schulzeugnissen – müssen meistens zahlreiche Bewerbungen schreiben, bis sie eine Lehrstelle finden; denn das Angebot ist beschränkt. Die Chancen erhöhen sich, wenn die Jugendlichen gleichzeitig in mehreren Berufsfeldern eine Lehrstelle suchen.

Weitere Tipps für die Lehrstellensuche finden Sie hier.

Hier gibt es Informationen für Fremdsprachige zu Lehrstellen, Beruf und Arbeit.

03. Wann muss mein Kind mit der Lehrstellensuche beginnen?

Die Berufswahl und die Suche nach einer Lehrstelle beginnen bereits im zweiten Jahr der Oberstufe. In dieser Zeit kann man auch bereits Schnupperlehren absolvieren.

Man sollte früh genug mit der Lehrstellensuche beginnen, da es sich um einen langen Prozess handelt.

04. Was mache ich, wenn mein Kind keine Lehrstelle findet?

Die Zeit der Lehrstellensuche ist für die meisten jungen Menschen sehr anspruchsvoll. In vielen Berufen gibt es weniger Lehrstellen als Jugendliche, die sich darum bewerben. So erhalten sie immer wieder Absagen.

In dieser Zeit ist es besonders wichtig, dass die Eltern mit ihrem Kind über seine Hoffnungen und Enttäuschungen offen sprechen. Helfen Sie dem Kind, indem Sie ihm den Rücken stärken und Vertrauen schenken. Machen Sie ihm Mut, sich trotz der Absagen immer wieder neu zu bewerben und nicht aufzugeben. Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes.

Sie können Ihrem Kind auch helfen, von Anfang an Alternativen zum Wunschberuf zu entwickeln. Dies ist besonders dann ratsam, wenn es kaum freie Lehrstellen im Wunschberuf hat oder die Schulnoten für den gewünschten Beruf nicht ausreichen. Es gibt zahlreiche Berufe, welche den Jugendlichen noch nicht bekannt sind. Motivieren Sie Ihr Kind, zusammen mit der Berufsberaterin oder dem Berufsberater eine passende Lösung mit guten Chancen zu finden. Der Weg zur Berufsberatung lohnt sich auf jeden Fall.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Bildungsinformationszentrum Obwalden. Weitere Informationen zur Berufsberatung finden Sie hier.

05. Welche Brückenangebote gibt es?

Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, können sogenannte Brückenangebote nutzen. Das sind Übergangslösungen, mit denen man seine Chancen erhöhen und die Zeit sinnvoll überbrücken kann, bis man eine Lehrstelle gefunden hat.

Es gibt verschiedene Brückenangebote, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet sind: etwa das Berufsvorbereitungsjahr, Vorkurse, Vorlehren, Integrationskurse oder das freiwillige 10. Schuljahr.

Im Brückenangebot bereiten sich die Jugendlichen auf eine Berufsausbildung vor. Sie sammeln praktische Berufserfahrung, verbessern ihre schulischen Leistungen und lernen ihre Stärken kennen und auszubauen. Man unterstützt sie zudem bei der Berufswahl oder bei der Suche nach einer Lehrstelle.

Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Lehrkraft oder der Berufsberatung über die Angebote in Ihrer Region. Sie erfahren dort, was sich am besten für Ihr Kind eignet, wann und wie man sich anmeldet und wie hoch die Kosten sind. Man kann auch ein Gesuch um einen Kostenbeitrag einreichen; beachten Sie dazu die Fristen.

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Obwalden bietet Brückenangebote an. Zusätzliche Informationen sind hier zu finden.

Weitere Informationen zu Brückenangeboten und Zwischenlösungen finden Sie hier.

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