Schule
Allgemeines
Fragen:
01. Wie ist die Schule in der Schweiz aufgebaut?

Die öffentliche Schule heisst Volksschule und ist kostenlos. Es steht den Eltern frei, eine private Schule für ihre Kinder zu wählen. Private Schulen sind kostenpflichtig. In der Schweiz sind die Kantone zuständig für die Volksschule. Die Schulsysteme der Kantone können sich zum Teil stark unterscheiden. Die Kinder werden typischerweise mit 4 Jahren in der Primarschule eingeschult.
Eine Übersicht über das Bildungssystem (in zwölf Sprachen) finden Sie hier.
Hier eine Übersicht über den typischen Schulbildungsweg im Kanton Obwalden:
Freiwillig
- Spielgruppe
- 1. Kindergarten
Obligatorisch (Dauer: 9 Jahre)
- 2. Kindergarten (Dauer: 1 Jahr)
- Primarschule (Dauer: 6 Jahre): Umfasst die 1. bis 6. Klasse
- Sekundarstufe I (Dauer: 3 Jahre): Umfasst die 7. bis 9. Klasse
Nach der obligatorischen Schulzeit machen viele Schülerinnen und Schüler eine Lehre oder gehen weiter ins Gymnasium.
02: Wann hat mein Kind Schule?
In der Schweiz findet die Schule in Blockzeiten, also am Morgen und teilweise am Nachmittag, statt. Der Stundenplan gibt Auskunft darüber, wann Ihr Kind genau Schule hat. Grundsätzlich zählen auch Klassenlager und Schulreisen zu obligatorischen Schulveranstaltungen und somit zur Schulzeit. An einem normalen Schultag gehen viele Schülerinnen und Schüler über den Mittag nach Hause. Falls Sie für diese Zeit eine Betreuung benötigen, können Sie sich hier erkundigen.
Die Kinder haben am Wochenende keine Schule und haben zusätzlich einige Wochen im Jahr frei. Jede Schule hat einen Ferienplan, auf dem die genauen Daten drauf stehen, wann Ihr Kind keinen Unterricht hat. Fragen Sie dafür direkt bei Ihrer Schule nach.
Zusätzlich gibt es in vielen Schulen die Möglichkeit, dass Eltern für Ihre Kinder einen «Jokertag» nehmen und sie so an diesem Tag nicht in die Schule müssen. Melden Sie sich dafür frühzeitig bei der Klassenlehrperson Ihres Kindes.
03. Was genau ist der Kindergarten?

Der Kindergarten ist eine Vorstufe zur Schule. Im Kindergarten werden wichtige Fähigkeiten geübt, die sie in der Schule und im späteren Leben gut gebrauchen können.
Wenn Kinder spielen, lernen sie gleichzeitig. Im Spiel können sich viele Kinder über eine längere Zeit in eine Aufgabe oder eine Rolle vertiefen, eine hohe Konzentration aufrechterhalten und Neues erleben. Darum wird im Kindergarten viel gemalt, gesungen, gespielt und getanzt. Die Kinder spielen alleine oder mit anderen Kindern, manchmal auch nach Anleitung der Kindergartenlehrperson.
04. Wie funktioniert die Sekundarstufe I?

Es gibt zwei Arten der Sekundarstufe I:
- Orientierungsstufe (IOS): Alpnach, Engelberg, Giswil, Kerns, Lungern, Sachseln, Sarnen
- Kantonsschule: Sarnen
Die Lehrperson empfiehlt Ihrem Kind nach der 6. Primarstufe die Schulart, der am besten zu ihm / ihr passt. Dabei wird sowohl auf die Noten wie auch auf die Selbst- und Sozialkompetenz des Kindes geachtet. Wenn Sie und Ihr Kind mit dem Vorschlag nicht einverstanden sind, können Sie dies der Lehrperson mitteilen.
Weitere Informationen zum Übertrittsverfahren finden Sie hier.
05. Was ist eine Mittelschule?

Die ersten neun Schuljahre sind für alle Kinder in der Schweiz obligatorisch. Die höheren Schulen nach der obligatorischen Schulzeit nennt man Mittelschulen. Um eine Mittelschule besuchen zu können, sind gute Schulnoten Voraussetzung. Teilweise muss auch eine Aufnahmeprüfung abgelegt werden. Ein solcher Abschluss benötigt man später, um später an einer Universität oder Hochschule zu studieren.
Hier eine Übersicht über die verschiedenen Mittelschulen und die dazugehörigen Abschlüsse:
- Kantonsschule Sarnen: eidgenössische Matura
- Wirtschaftsmittelschule (in Luzern): eidgenössische Berufsmatura
- Fachmittelschule (in Luzern): eidgenössische Fachmatura
- Gesundheitsmittelschule (in Luzern): Berufsmatura abgeschlossen.
Weitere Informationen über die verschiedenen Typen von Mittelschulen finden Sie hier.
Hier finden Sie Audios mit Kurzinformationen zu Mittelschulen in Ihrer Sprache.
06. Was ist eine Hochschule?
Der Begriff Hochschulen fasst alle Universitäten, Fachhochschulen und Eidgenössischen Technischen Hochschulen zusammen. Diese kann nach der Mittelschule besucht werden. Dafür müssen die Schülerinnen und Schüler eine von diesen Bedingungen erfüllt haben:
- Gymnasiale Maturität (Fachhochschule und Universität)
- Eidgenössische Berufsmatura (Fachhochschule)
- Eidgenössische Berufsmatura und Passarelle (Fachhochschule und Universität)
Eine Übersicht über Universitäten, Eidgenössische Technische Hochschulen und Fachhochschulen finden Sie hier.
07. Welche Noten gibt es in der Schule?

Die Zeugnisnoten gehen von 1 bis 6. Die Noten bedeuten:
1 = sehr schwach
2 = schwach
3 = ungenügend
4 = genügend
5 = gut
6 = sehr gut
Von der 1. bis 3. Klasse stehen im Zeugnis statt Noten Worte wie zum Beispiel sehr gut, gut, genügend oder ungenügend. Ab der 4. Klasse wird mit Noten von 1-6 beurteilt.
Das Zeugnis ist die Zusammenfassung aller Noten eines Kindes aus einem Semester. Es gibt Auskunft darüber, ob das Kind die Lernziele erreicht hat. Die Eltern müssen das Zeugnis unterschreiben und das Kind muss es wieder in die Schule zurückbringen.
