Familienplanung

Gesundheit

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Fragen:

01. Wo kann ich mich über Schwangerschaft und Geburt informieren?

Allgemeine Informationen zu Themen wie Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Baby, Stillen finden Sie bei swissmom, bei migesplus oder in der Broschüre «Unser Kind» der Pro Juventute.

Die wichtigste Ansprechperson während einer Schwangerschaft ist die Gynäkologin (Frauenärztin) oder der Gynäkologe (Frauenarzt). Mit regelmässigen Kontrollen können sie die Entwicklung des Kindes und mögliche Gefahren für Mutter und Kind erkennen. Auch frei schaffende Hebammen (Geburtshelferinnen) können Fragen zur Geburt während der Schwangerschaft beantworten.

Als werdende Eltern können Sie auch einen Kurs zur Geburtsvorbereitung (bspw. im Kantonsspital) besuchen. Dort erfahren Sie Wissenswertes zur Geburt, zum Stillen und zu den neuen Aufgaben als Eltern. Die Geburtsvorbereitungskurse der Caritas werden zusätzlich von interkulturellen Übersetzerinnen und Übersetzern begleitet.

02. Welche Vorbereitungen muss ich vor der Geburt treffen?

Damit die Geburt Ihres Kindes und die Zeit danach möglichst reibungslos ist, sollten Sie vor der Geburt bereits einige Vorbereitungen treffen:

  • Legen Sie den Familienausweis und den Schriftenempfangsschein bereit. Hier finden Sie, wo Sie diese Dokumente beantragen können. Das Spital benötigt diese Dokumente für die Anmeldung des Kindes beim Zivilstandsamt.
  • Wählen Sie vor der Geburt den Vornamen Ihres Kindes. Im Spital wird erwartet, dass Sie den Namen des Kindes bereits wissen.
  • Versichern Sie Ihr Kind bereits vor der Geburt bei einer Krankenversicherung.
  • Entscheiden Sie früh genug gemeinsam mit Ihrer Hebamme, wo Sie das Kind zur Welt bringen möchten (Spital, Geburtshaus, zu Hause)
  • Bei unverheirateten Eltern, muss sich der Vater beim Zivilstandsamt offiziell als Vater eintragen lassen. Die Eltern werden zusätzlich nach der Geburt von der Vormundschaftsbehörde kontaktiert.

03. Wo bekomme ich in der ersten Zeit nach der Geburt Unterstützung?

In den Tagen nach der Geburt soll sich die Mutter körperlich und seelisch erholen. In dieser ersten Woche (Wochenbett) werden Mutter und Kind medizinisch betreut. Die Grundversicherung der Krankenversicherung bezahlt die Kosten der Untersuchungen während der Schwangerschaft, der Geburt und der Betreuung im Wochenbett.

Für die erste Zeit nach der Geburt zu Hause gibt es bei der Mütter-, Väter- und Elternberatung zahlreiche Kurse zur Ernährung, Entwicklung oder Erziehung des Kindes. Einige Kurse werden auch in anderen Sprachen als Deutsch durchgeführt.

In der Schweiz existiert eine gesetzlich vorgeschriebene Mutterschaftsversicherung. Informieren Sie sich hier oder hier über Ihre Rechte und Ansprüche. Ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub existiert in der Schweiz nicht.

04. Wie kann ich eine ungewollte Schwangerschaft verhindern?

Es gibt viele weitere verschiedene hormonelle und hormonfreie Verhütungsmethoden um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
Die Wahl der Verhütungsmethode ist sehr individuell. Ein Paar sollte immer gemeinsam über die Wahl der passenden Verhütungsmethode sprechen und sich beraten lassen.

Das zugänglichste Verhütungsmittel ist das Kondom. In vielen Einkaufsläden, Apotheken oder Snackautomaten können verschiedene Grössen gekauft werden. Das Kondom schützt gleichzeitig vor einer ungewollten Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Wenn Sie ungeplant oder ungewollt schwanger geworden sind, wenden Sie sich möglichst schnell an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder an eine Familienberatungsstelle. Im Kanton Obwalden gibt es die Familienberatung in Sarnen oder die Fachstelle für Lebensfragen in Luzern. Falls Sie sich gegen das Kind entscheiden, gibt es die Möglichkeit, die Schwangerschaft abzubrechen.

05. Wie schützte ich mich vor sexuell übertragbare Krankheiten?

Wer sexuell aktiv ist, muss sich gegen ansteckende Krankheiten schützen. Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr ist das Risiko hoch, sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken.

Es gibt noch viele weitere sexuell übertragbare Krankheiten, die meistens heilbar sind. Am häufigsten sind HPV (Humanes Papillomavirus) und HIV (Humanes Immundefizit-Virus).

Die Broschüre über Partnerschaft, Verhütung, Rechte und HIV (Aids) können Sie hier in 12 Sprachen herunterladen.

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