Die Gleichstellung von Frau und Mann ist ein wichtiges Grundrecht der Rechtsgleichheit.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist seit 1981 in Art. 8 Abs. 3 der Schweizer Bundesverfassung verankert: „Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“

Auf Bundesebene arbeitet das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann auf die Veränderung von Strukturen hin. Es wurde 1988 eigens vom Bundesrat dafür eingesetzt und ist heute ein Amt im Eidgenössischen Departement des Innern.

Seit 1996 ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, welches insbesondere jegliche Form der Diskriminierung im Bereich der Erwerbsarbeit verbietet. Das Diskriminierungsverbot gilt für alle Bereiche des Erwerbslebens: Anstellung, Lohn, Beförderung, Weiterbildung oder Kündigung. Diskriminierungen aufgrund des Zivilstandes, der familiären Situation oder einer Schwangerschaft sind ebenfalls verboten.

Gleichstellung soll über die rein rechtliche Chancengleichheit hinausgehen und auch gesellschaftliche oder kulturelle Aspekte der Ungleichheit berücksichtigen. Das Gleichstellungsgesetz ermöglicht es Frauen und Männern, sich gegen direkte und indirekte Diskriminierungen zu wehren – in der Familie, im Erwerbsleben oder bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Auch das Schweizer Eherecht ist seit 1988 nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Frau und Mann aufgebaut.

Laut Gesetz hat derjenige Ehegatte, welcher den Haushalt besorgt, die Kinder betreut oder dem anderen in Beruf oder Gewerbe hilft, Anspruch auf „einen angemessenen Betrag zur freien Verfügung“ aus dem Einkommen oder Vermögen des anderen Ehegatten. Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz GIG) finden Sie hier.

Der Kanton Obwalden setzt sich über die Fachstelle Gesellschaftsfragen (Fachbereich Gleichstellung) für die Gleichstellung von Frau und Mann ein. Ziel ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frau und Mann zu unterstützen und die Lohngleichheit zu gewährleisten. Chancen werden durch die Auflösung von geschlechtszugeordneten Rollenbildern gefördert. Die Fachstelle Gesellschaftsfragen/Gleichstellung engagiert sich dafür durch Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit, von Betrieben und der Verwaltung des Kantons Obwalden.

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